Wie Eltern die Konzentration ihrer Kinder stärken können
Eltern haben einen gewissen Einfluss darauf, wie gut sich ihre Kinder konzentrieren können. Ruhe, Struktur und echtes Interesse daran, Kindern auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden zu helfen, unterstützen diesen Prozess.
Wie Eltern die Konzentration ihrer Kinder stärken können
Wenn ein Kind sich nur schwer konzentrieren, also nur wenige Sekunden bei einer Sachen bleiben kann, fühlen sich Eltern oft hilflos und das Kind wahrscheinlich ebenfalls. Ermahnungen wie „Jetzt pass doch mal auf“ oder „bleib doch mal bei der Sache“ bewirken in solchen Momenten selten etwas. Jedenfalls nichts positives. Wirksamer ist ein Umfeld oder ein innerer Zustand, der Konzentration leichter macht, und eine Haltung von uns Erwachsenen, die dem Kind Sicherheit gibt.
Ruhe im Alltag beginnt bei den Erwachsenen
Oft wird folgendes vergesssen: Kinder spüren sehr genau, wie es ihren Eltern geht. Ist die Stimmung zu Hause angespannt, fällt es ihnen schwerer, sich zu sammeln. Wer also selbst kurz durchatmet, bevor er ein schwieriges Gespräch z. B. über die Schule, Freundschaften oder Hilfsbereitschaft zu Hause beginnt, schafft eine bessere Ausgangslage für die folgende Kommunikation.
Struktur im Alltag
Regelmäßige Essens-, Lern- und Schlafenszeiten entlasten das Gehirn. Wenn der Tag vorhersehbar ist, bleibt mehr Energie für die eigentlichen Aufgaben. Ein gemeinsamer Wochenplan, an dem das Kind aktiv mitwirkt, kann dabei helfen, Ruhe in die Köpfe der gesamten Familie zu bringen. Denn wir alle lieben eigentlich Routinen, die uns gut tun. Oder?
Ausreichend Schlaf
Konzentration hängt eng mit Erholung zusammen. Ein müdes Kind kann sich kaum fokussieren, egal wie sehr es sich bemüht, wir Erwachsenen übrigens auch nicht. Ein ruhiges Abendritual ohne Bildschirm in der letzten Stunde vor dem Schlafen unterstützt einen erholsamen Schlaf. Vielleicht eine Massage, eine kleine meditative Reise (nicht zu lang und nicht zu kurz ;-)) lässt Kinder komplett runterfahren und Euch gleich mit.
In der Schulbegleitung sehe ich immer wieder Folgendes: Kinder die nicht ausgeschlafen im Unterricht sitzen, habe keine Chance den gestellten Aufgaben im Schulalltag zu folgen. Es beginnt nach ein paar Tagen eine fataler Kreislauf: Kinder trinken Literweise Cola oder Booster um sich irgendwie wach zu halten. Funktioniert das, triggert das: „das hat gut geklappt, heute gehe ich wieder spät ins Bett, morgen gibt es Booster."
Interesse statt Kontrolle
Fragen wie „Was war heute spannend?“ öffnen mehr als „Hast du deine Hausaufgaben gemacht?“. Wer echtes Interesse zeigt, erfährt mehr über die Herausforderungen des Kindes und kann gezielter unterstützen wo es nötig ist.
Kleine Übungen gemeinsam machen
Kurze Fokusübungen, etwa ein paar bewusste Atemzüge oder eine Minute Stille, lassen sich gut in den Familienalltag einbauen. Gemeinsam gemacht, wirken sie weniger wie eine Pflicht und mehr wie ein gemeinsames Ritual. Regelmäßigkeit ist dabei wichtiger als Dauer. Kinder lernen so schnell was Selbstdisziplin ist und bekommen Zeit, täglich in ihrem eigenen Tempo zu lernen.
Geduld haben
Konzentration entwickelt sich mit der Zeit, und damit meine ich nicht 5 Tage. Rückschläge, also mal klappt es nicht mit dem sich konzentrieren, gehören dazu. Was zählt, ist die Richtung: kleine Fortschritte sehen, anerkennen und dranbleiben. So lernt ein Kind, dass es seinen Fokus selbst beeinflussen kann und das ist ein Erfolgserlebnis für das Kind.
Und wenn Kinder erleben, dass sie etwas aus eigener Kraft verändern können, entsteht etwas Wertvolles: Selbstvertrauen.
Aus kleinen Fortschritten kann so echte Freude am Lernen werden.
Hier könnt ihr eure Konzentrationsfähigkeit gemeinsam einfach ausprobieren:
Hinweis: sobe5 iFOCUS ist ein Mentaltrainingssystem – keine Therapie.